Wir stehen immer in sehr engem Kontakt mit der Projektleitung, um ein technisch geprägtes Projekt voranzubringen. Der direkte Austausch ist hilfreich, um die rechtliche mit der technischen Spur abzugleichen.

Rechtsberatung ohne Sachverhaltskenntnis ist inhaltsleer. Der Anwalt holt sich den relevanten Sachverhalt von der Klientin ab. Wer fragt, muss ebenfalls technische Kenntnisse mitbringen. Wie wichtig diese sind, erklärt sich anhand des folgenden Beispiels:

Ein Klient wendet sich an einen Anwalt, weil er einen Vertrag für eine Software aufsetzen will. Nun, es stellt sich heraus, dass die Klientin die Dienste eines Datenanalysten in ihre bestehende, gehostete IT-Infrastruktur einbinden will. Dies geschieht über eine blosse Schnittstelle, die den Datenaustausch sicherstellt. Ergänzend hat der Datenanalyst gewisse Marktanalysepflichten. Damit ist klar, dass es bei diesem Vertrag nicht um Software geht. Software – oder ein Computerprogramm, wie es im Gesetz heisst – ist urheberrechtlich geschützt, was bei Daten nicht der Fall ist. Geht es also nur um Daten, muss der Anwalt sofort erkennen, dass er sich nicht auf geltendes Recht verlassen kann, sondern einen umfassendes Schutzkonzept aufsetzen muss. Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass es sich bei IT-Rechtsdienstleistungen um ein Querschnittsthema handelt. Es gibt nicht „das IT-Recht“. Wir haben in unserer Kanzlei unter anderem mit Vertragsrecht, Urheberrecht und Wettbewerbsrecht sowie Datenschutzrecht, Haftpflichtrecht und Strafrecht zu tun.

Die enge Beziehung zwischen Projektleitung und Anwalt ist wichtig. Der Anwalt muss eine direkte und offene Anlaufstelle sein, damit der entscheidrelevante Sachverhalt auch wirklich zur Sprache kommen kann. So lassen sich dann massgeschneiderte Lösungen erzielen. Rolle und das Selbstverständnis des Anwalts als Outside Inside CounselTM sind wiederum entscheidend.