Das Datenstrafrecht ist eine Massnahme zum Schutz von Unternehmensinformationen: Eine korrektive Massnahme bei Verstössen durch Dritte.

Neben der Planung zum Schutz von Unternehmensinformationen helfen wir Ihnen auch im Konfliktfall. In einem kürzlich an uns herangetragenen Fall hat zum Beispiel die Staatsanwaltschaft gegen einen Datendieb eine Hausdurchsuchung angeordnet.

Zunächst äusserte sich der Staatsanwalt ablehnend: „Hausdurchsuchungen machen wir nur bei Blut und Sperma“. Die gleiche Einschätzung hat uns ein anfangs beigezogener Strafrechtsexperte zum Ausdruck gebracht. Wir mochten uns mit dieser Einschätzung jedoch nicht zufriedengeben.

Nach Rekonstruktion der Datensätze und Analyse weiterer Spuren konnten wir aufzeigen, dass das Fehlverhalten des Datendiebs derart gravierend war, dass sich eine Hausdurchsuchung rechtfertigte. Im Rahmen der Hausdurchsuchung hat die beschuldigte Person die vorgetragenen Vorwürfe umgehend und vollumfänglich bestätigt.

Damit konnte unsere Klientin den Wert des Unternehmens bewahren. Die rein strafrechtliche Analyse ohne Einbezug der datentechnischen Besonderheiten hätte unseren Klienten jedoch nicht zu schützen vermocht.

Dieser Fall zeigt Folgendes:

Um den Sachverhalt aufzubereiten, muss man ihn verstehen. Unsere Erfahrung in diesem Fall zeigt, dass es nicht genügt, einen scheinbar bekannten Sachverhalt oberflächlich zu würdigen. Erst wer in die Tiefe geht, kann die tatsächlichen Mechanismen aufzeigen. Diese Analyse war es, die schliesslich zur Hausdurchsuchung geführt hatte.