Der Personendatenschutz ist dazu da, damit Ihr Nachbar nicht mehr über Sie weiss als Sie selber. Insofern hat das Datenschutzgesetz eine zentrale Bedeutung zum Schutz einer freien und demokratischen Gesellschaft. Darüberhinaus wird das der Personendatenschutz leider oft falsch als Complianceübung gelebt: Zu aufwändig und auf jeden Fall nicht pragmatisch.

Wir stehen für Lösungen im Datenschutzrecht ein, die machbar sind. Solche Lösungen sind nicht immer schon vorhanden und müssen erst gefunden und umgesetzt werden. Wenn der Anwalt die technischen Zusammenhänge im Projekt versteht, kann er angemessene Lösungen vorschlagen.

Wenn man will, kann man das Datenschutzrecht als Compliance Aufgabe ansehen. Dabei vergessen aber viele, dass Compliancebestimmungen kaum je rigide Grenzen haben und immer erfordern, die konkreten Umstände nicht aus dem Blick zu lassen. Zumeist handelt es sich um Regeln, die ein berechtigtes Interesse beherrschbar machen wollen. Verliert man das Ziel nicht aus den Augen, lässt sich Compliance mit Augenmass leben.

Cloud Computing, Plattformprojekte und andere Projekte in der Onlinewelt haben zur Folge, dass Nutzerdaten anfallen. Nutzerdaten lassen sich in vielfältiger Weise auswerten. Oft weisen solche Daten einen Personenbezug auf, oder können zu Profilen verdichtet werden, die dazu führen, dass die User Experience des Benutzers – auch wenn der Datensatz selber den Nutzer nicht direkt beschreibt – beeinflusst wird. Immer lassen sich Lösungen unter Einhaltung der Datenschutzbestimmungen entwickeln. Es muss nicht sein, dass das Datenschutzrecht der Grund dafür wird, dass ein technisches Projekt nicht abhebt.